Inhaltsangabe

  • Karat Geschichte
  • Der Feingehalt von Gold
  • Karatzahlbedeutung
  • Andere Länder, andere Karat
  • Die Unterschiede bei Diamanten
  • Winzige Mengen, große Unterschiede
Karat Feingehalt von Gold Goldbarren

Die Maßeinheit des unermesslichen Reichtums: Karat und der Feingehalt von Gold

Was haben Gold und Diamanten mit dem Johannisbrotbaum zu tun? Sowohl die alten Römer als auch die Griechen in der Antike nutzten die hörnchenförmigen Früchte des Johannisbrotbaums (Ceratornia siliqua) als Gegengewicht, um das Gewicht von Edelsteinen zu bestimmen. Die Römer nannten diese Früchte Siliqua, und die Griechen kerátion – und legten damit den Grundstein für unser heutiges Wort: Karat.
Auch wenn ein Samen vom antiken Johannisbrotbaum immer etwa 189 bis 192 Milligramm wog, – also annähernd dem Gewicht unserer heutigen Maßeinheit von einem Karat entsprach – waren die hörnchenförmigen Samen nicht besonders genau zur Gewichtsermittlung.

Zum Glück ist die heutige Maßeinheit viel präziser, standardisiert und dadurch zuverlässiger im Gebrauch als noch zur Zeit der alten Griechen und Römer. Doch das ist noch nicht lange so. Denn erst 1875 wurde sie auf 0,2 g festgelegt. Und sagt sehr viel über den Wert aus.

Der Feingehalt von Gold

Ganz einfach gesagt, gibt die Karatzahl (Karat) an, wie groß der Gewichtsanteil reinen Goldes an der Gesamtmasse einer Legierung ist. Da reines Gold für die Verarbeitung zu Goldschmuck meist zu weich ist, verwendet man hauptsächlich Legierungen, die mit Kupfer und Silber hergestellt werden, um widerstandsfähige und dennoch wunderschöne Schmuckstücke herzustellen.

Die reine Goldmenge wird in 24stel angegeben. Einkarätig bedeutet also, dass der Goldanteil bei 1/24 liegt, oder bei 4,167%.

Auch wenn es 24-karätige Goldbarren gibt, ist eine absolute Reinheit – also ein Goldgehalt von 24/24 – technisch unmöglich, da sich Verunreinigungen nie ganz eliminieren lassen. 24-karätig entspricht deswegen einer Reinheit von 99,99%. Ein so hoher Feingehalt wird allerdings sehr selten für Schmuck verwendet, da das Metall zu weich und damit zu biegsam ist und der Schmuck zu schnell außer Form geraten oder gar kaputt gehen würde.

Je nach Goldgehalt verändert sich die Farbe des Metalls, und das Material eignet sich mehr oder weniger gut für verschiedene Verarbeitungen oder Anwendungsbereiche.

Feingehalt-Karat-Tabelle

Karatzahlbedeutung und Goldschmuck

Eine Goldlegierung mit 18kt hat einen Feingehalt von 75% (reines Gold). Sie glänzt warm und eignet sich hervorragend, um zum Beispiel Ketten daraus herzustellen.
14 Karat hat einen Feingehalt von 58.5% und ist warm gelb. Es ist günstiger als die höher-karätigen Varianten und deshalb besonders beliebt bei der Herstellung von Schmuck, zum Beispiel für Uhrengehäuse oder Armbänder.

8 Karat ist eine Legierung mit 33.3% Feingold und hellgelb in der Färbung. 8kt Schmuck ist im Vergleich zu höherkarätigem Schmuck am günstigsten. Er ist durch den hohen Anteil anderer Metalle wie Kupfer oder Silber in der Legierung besonders hart und damit widerstandsfähiger als andere Goldarten. Es wird deswegen gern verwendet, um zum Beispiel Ringe oder Ohrringe herzustellen, die über Generationen vererbt werden können.

Gebräuchliche Feingehalte in Karat bei Gold

Goldgehalt999958750585500375333
Karat242318141298
Gold-Anteil99,9%95,8%75%58,5%50%37,5%33,3%

Andere Länder, andere Karat

Verschiedene Länder haben verschiedene Definitionen für den Feingehalt, der nötig ist, damit Goldschmuck als solcher verkauft werden darf. In Deutschland liegt die Mindestgrenze der Reinheit für Goldlegierungen bei 8 Karat. In der Schweiz sind es zum Beispiel 18kt.

Das hat nicht nur mit staatlichen Regulationen und Gesetzen zu tun, sondern liegt auch an den unterschiedlichen Kulturen und den Vorlieben der Menschen. Auf dem amerikanischen Kontinent sind beispielsweise besonders Goldlegierungen mit einem Goldanteil von 14kt beliebt, im Nahen Osten wiederum ist 18-karätiger Schmuck besonders gefragt.

Die Unterschiede bei Diamanten

Für das Messen und die Preisbestimmung von Diamanten oder anderen Edelsteinen verwendet man die gleiche Maßeinheit wie für Edelmetall wie z.B. Gold. Sie wird mit einer sogenannten Karatwaage ermittelt.
Viele Menschen gehen fälschlicherweise davon aus, dass allein die Größte den Wert eines Edelsteins bestimmen würde.
Doch der Wert eines Diamanten oder anderen Steins hängt von vier verschiedenen Faktoren ab:

Neben Reinheit, Farbe (je heller desto wertvoller) und Schliff ist vor allem das Gewicht ausschlaggebend für den Wert eines Edelsteins.
Interessanterweise steigt der Preis nicht gleichmäßig mit steigendem Gewicht, sondern sprunghaft. Das liegt daran, dass große bzw. schwere Diamanten extrem viel seltener sind als kleine Edelsteine. Die Preisdifferenz zwischen einem Stein mit 1kt und einem Stein mit 2kt ist deutlich geringer als die Preisdifferenz zwischen einem Stein mit drei und einem Stein mit vier Karat. 

Winzige Mengen, große Unterschiede

So unterschiedlich die Höhe der Karatzahl bei Edelmetallen und Edelsteinen ist – von 18kt oder gar 24kt bei Gold als Höchstmaß zu 4 Karat bei unermesslich wertvollen Diamanten – bei Karat geht es immer um winzige Gewichtsmengen, die einen großen Einfluss auf den Wert eines Schmuckstücks haben.
Gerade bei Schmuck, der mit Edelsteinen verziert ist, ist es wichtig, sich nicht verwirren zu lassen. Denn es kann durchaus passieren, dass ein Armband mit 16kt mit Edelsteinen verziert ist, die nur ein Viertel Karat haben. In so einem Fall steht der Wert der Goldlegierung des Armbands in keinem Verhältnis zu dem des Edelsteins.

Es lohnt sich also in jedem Fall, genau auf die Karatmenge zu achten, um sicher zu gehen, dass der Preis des Schmuckstücks zum tatsächlichen Feingehalt des enthaltenen Goldes passt.  

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